Beten

In Surinam haben sich die Christen, weil ihre Hütten nur aus einem Raum bestehen, einen Gebetsplatz im Wald gesucht, wohin sie täglich gingen, um dort in der Stille allein mit Gott zu reden.

Die Gebetswege waren mit der Zeit wie ausgetretene kleine Pfade.

Eines Tages sagte ein Eingeborener zu seinem Nachbarn ganz liebevoll: „Du, auf deinem Gebetsweg wächst langsam das Gras!“

Gebet ist reden mit Gott. Der Gott der Bibel möchte nicht vereehrt werden, wie eine Buddha-Statue. Er möchte Beziehung. Beziehung bedeutet immer Kommunikation. Reden, Hören, Wahrnehmen, sich auseinandersetzen, Fragen stellen, Antworten bekommen und vieles mehr.

Wenn wir in einer Beziehung nicht miteinander reden, dann erfahren wir nichts voneinander. Wir lernen uns nicht kennen und eine vertraute Beziehung kann wieder fremd werden. Wenn wir miteinander reden, dann lernen wir den anderen kennen, wir merken, was er wahrnimmt, wie er fühlt und was ihn beschäftigt.

Aber auch Zuhören gehört in eine Beziehung. Wenn immer beide reden, dann kommt das gesprochene nicht an.

Mit Gott ist das genauso. Er freut sich, wenn wir ihm erzählen, was wir erleben, welche Gedanken uns im Kopf schwirren und was uns beschäftigt. Doch es ist auch wichtig, dass wir Gott zuhören, denn so bekommen wir mit, was er denkt, wir lernen ihn besser kennen und die eine oder andere Frage wird beantwortet. In einer Freundschaft sagt man sich auch, was man toll aneinander findet. Auch das soll Platz haben zwischen uns und Gott. Sagen wir ihm doch mal, was wir besonders schön an ihm finden und wo er uns begeistert.

Auch Gott möchte uns immer wieder zeigen, was er toll an uns persönlich findet und wie sehr er uns lieb.

Ist dein Gebetsweg frei?“

In dieser Zeit stieg Jesus auf einen Berg,

um zu beten.

Er betete die ganze Nacht.

Die Bibel bei Lukas 6, Vers 12

PK

so nennt sich hier das Treffen, an dem alle Prediger des Verbandes teilnehmen. Gestern war wieder eine Predigerklausur und ich war auch dort. Wir trafen uns in Ludwigslust. Das ist etwa 30min mit dem Auto weg.

Ich finds immer wieder schön einfach Einblick zu bekommen. Einblick in Organisation, in andere Gemeinden, in Freuden und in vieles mehr.

Ich hab es sehr genossen einfach Menschen treffen zu können, die eine ähnliche Arbeit machen wie ich und die wahrscheinlich hie und da ähnliche Fragen haben. Manche sind schon älter und haben schon einiges erlebt, davon darf man dann profitieren.

Sicher ist so eine PK nicht nur einfach. Ich war also echt müde, als ich wieder nach Hause kam. Immerhin war ich von halb 9 bis 19 unterwegs.

Das soll mal für heute reichen als kleiner Einblick in mein Praktikum.

Lg Miri

Zelten…

werde ich im Sommer mit einer meiner besten Freundinnen, Miri. Das muss man natürlich gut vorbereiten ;) . Darum bin ich schon lange am planen und träumen und überlegen. Und so langsam sollte dann auch das eine oder andere getestet werden. Das haben wir, Conny, Dortje und ich, jetzt auch gemacht. Wir waren die letzte Nacht zelten. Nach langem hin und her ist tatsächlich die ganze WG mitgefahren. Es war sehr windig und bedeckt, das hat uns aber nicht gehindert. Am Zeltplatz angekommen, alles Zelte aufstellen noch mit Jordi Geburtstag feiern, dessen Eltern gehört nämlich der Zeltplatz, und Tee trinken und dann ab in den Schlafsack. Wir waren noch nicht richtig im Zelt drin, fings doch tatsächlich an zu regnen! Aber wenn man im Zelt ist machts ja nichts mehr. Doch immer wenn ich Nachts aufgewacht bin, dachte ich, es wird doch am nächsten Morgen aufhören?!

Zelte im Regen abzubauen macht nun wirklich keinen Spass! Und tatsächlich heute morgen hatte der Wind schon wieder alles schön troken gefegt. Da konnten wir schön Frühstücken, mit Rühr- und Spiegelei und Tee und Capuccino und dann haben wir langsam wieder zusammengepackt sind noch ein bisschen durch den Wald gelaufen und sind wieder nach Hause gefahren.

Und stellt euch vor, als wir im Auto saßen, fing es wieder an zu regnen! Da war ich Gott echt dankbar, dass war einfach zeitlich perfekt.

Lg Miri

Jesus heilt…

in der Bibel lesen wir viel über die Heilungswunder Jesu. Er hat viele Menschen gesund gemacht. Auch die Jünger bekamen die Gabe der Heilung. Auch durch sie wurden Menschen geheilt. Ich glaube, dass durch Jesus auch heute noch Menschen geheilt werden. Ich glaube, dass Jesus die Macht hat und dass er sie nutzt und Menschen Heilung schenkt.

Doch was, wenn wir nicht gesund werden? Was, wenn wir wirklich daran glauben, dass Jesus heilen kann und nichts passiert?! Ist das nicht ärgerlich? Ist das nicht ein skandal?

Haben wir ein Recht auf Gesundheit?

Viele Menschen meinen das. Unsere Ärzte können auch sehr viel machen. Sie haben gelernt, wie man neue Hüften einsetzt, wie man Tumore entfernt, wie man Viren und Bakterien bekämpft und doch können sie nicht jeden Menschen wieder gesund machen.

Wie gehen wir als Menschen damit um, wenn uns auf einmal unsere Power, unsere Kraft, genommen wird? Ich habe das erlebt und ich wollte euch das hier kurz erzählen.

Wir haben zuhause einen Bauernhof und da gibt es viel Arbeit. Da hab ich auch schon als Teenie hie und da mitgearbeitet. Mir war es aber auch wichtig in der Gemeinde zu helfen. Gruppen zu leiten und Freizeiten zu organisieren.

Ich hatte nie Probleme irgendetwas zu schaffen. Schule, Bauerhof und Gemeinde haben mich nicht kleinbekommen.

Ich hatte eine unheimliche Power und verstand oft nicht, warum andere weniger Power haben als ich. Und sich nicht so hineingeben.

Bis ich dann vor einigen Jahren, am Ende meiner Ausbildung zur Krankenschwester, starke Kopfschmerzen bekam, die nicht mehr weggingen.

Ich habs mit ignorieren versucht, hab Schmerztabletten genommen, doch die halfen irgendwann nicht mehr. Das hat mich ziemlich genervt. Manchmal wars besser dann wieder schlechter. Ich musste dadurch ständig Jugendstunden absagen, für die ich mich in meinem ersten Studienjahr auf Chrischona eigentlich verpflichtet hatte und ich dachte oft, was denken die Menschen von mir?

So ging das ein Jahr, dann kam Müdigkeit dazu. Also ihr seid sicher auch manchmal müde, aber ich war so müde, dass ich kaum meine Arbeit als Krankenschwester machen konnte (ich hatte einen Sommerferienjob in den Semesterferien). Nach vier Stunden Arbeit konnte ich immer gerade das Mittagessen noch essen und hab dann erst mal 3 Stunden geschlafen. Dann bin ich noch 3 Stunden arbeiten gegangen und hab mich gleich wieder aufs Sofa gehauen, weil ich einfach totmüde war. Ich konnte den Sommer nicht geniessen, nichts mit Freunden machen und ich hab das nicht verstanden. Mit 22 ist man doch noch nicht so gebrechtlich?!

Es hat sich rausgestellt, dass ich einen Virus hatte. Wegen dem Virus war ich dann auch 2 Wochen im Krankenhaus, dann zum erholen 2 Wochen bei meinen Eltern. Und ich lag wirklich einfach auf dem Sofa. Es ging nichts. Ich konnte einfach nicht.

Naja, als klar war, dass das alles von nem Virus kommt, dachte ich: „Jetzt wird’s bald wieder wie früher!“ Ich muss einfach gesund werden und dann kann ich wieder so powern! Dann werd ich wieder die alte Miri!

Aber nichts, sobald ich mehr machen wollte kamen schlimme Kopfschmerzen und die gingen dann auch nach ner Woche nicht weg. Egal was ich tat.

Ich hab Gott oft gefragt, was das soll? Erst beruft er mich! Er schenkt mir Liebe für Menschen und dafür ihnen von Jesus zu erzählen! Und dann macht er mich schwach? Gebrechlich? Und unfähig etwas zu tun und mich so richtig mächtig einzubringen….

Das kann doch nicht sein, oder? Ich hab oft gebetet, dass er mich doch gesund macht. Ich weiss, dass Gott das kann. Irgendwann habe ich ihn einfach darum gebeten, dass er mir zeigt, wie ich mit den Kopfschmerzen umgehen soll. Und dass er mir zeigt, wie ich ihn auch mit Kopfschmerzen dienen kann.

Heute habe ich wieder viel mehr Power als zu der Zeit, von der ich euch erzählt habe. Aber ich bin nicht die Miri die es damals gab. Es gibt immer wieder Tage an denen ich Kopfschmerzen habe, manchmal gehen sie schnell weg. Manchmal dauert es ein paar Tage. Manchmal kann ich meine Arbeit machen. Manchmal muss ich einfach mal aufhören. Ich erinnere mich dann gerne an den Vers: Gott ist in den Schwachen mächtig! Und ich lerne immer wieder sagen zu dürfen: „Wenn du es zulässt Gott, dass ich schwach bin, dann ist es deine Verantwortung mächtig zu sein!“

Auch Paulus war krankt und hat um Heilung gebeten. Er ist nicht geheilt worden. Das hat aber seinem Dienst keinen Abbruch getan! Was Paulus alles gewirkt hat! Oder war das Gott…? =) Auf jeden Fall hat sich Paulus nicht unterkriegen lassen und hat Gott weitergedient. Ich möchte euch Mut machen, wir sind nicht dazu verpflichtet eine bestimmte Leistung zu bringen. Wir dürfen Gott ehren, mit dem was wir tun. Das ist ein Vorrecht. Und wir dürfen einfach die Möglichkeiten nutzen, die wir haben. Es geht nicht darum, was man macht, sondern mit welcher Herzenseinstellung!

PS: Ich denke auch immer wieder daran, dass Krankheit darauf hinweißt, dass die WElt irgendwann kaputt geht. Aber bei Gott wird es eine neue Welt geben. Da wirds dann auch keine Krankheit mehr geben. Die neue Welt wird ewig bestehen! Und wir werden keine Schmerzen mehr kennen.

AGO

AbendGOttesdienst. Gestern hatten wir einen ganz besonderen AGO. Wir haben 5 EC-Friends aufgenommen und ein EC-Mitglied und ein Mitglied aus dem Passivzustand wieder in den Aktiven Mitgliedstand gesetzt.

Das hört sich jetzt so formell an und so trocken. DAs waren es aber ganz und gar nicht. Jeder hat erzählt, warum er „Entschieden für Christus“ ist. Was Jesus Christus für ihn bedeutet und wie er Jesus erlebt hat. Ich habe es unglaublich schön gefunden dabei sein zu dürfen. DAs war ein richtiges Vorrecht und ein Geschenk!

Was Jesus so bewirkt und wie Gott handelt, dabei schau ich wirklich gerne zu!

Mit Jesus durchs Leben zu gehen bedeutet jemanden zu haben, der immer mit einem geht. Jemanden der mich sieht, der mich begleitet, der mir Mut macht, der mir Kraft gibt, der mir Freude schenkt, mit dem ich alles besprechen kann, der mir den Horizont erweitert, der mich beschützt (auch manchmal durch Ermahnen), der mich liebt!

Ist das nicht genial?! Was besseres kann man sich nicht wünschen.

Lg, voll von Freude, Eure Miri

Besuch…

… hatten wir hier in der Mädelz-WG in der letzten Woche viel. Dortje´s Freunde und Famiilie waren da. Ist ja auch wichtig, wir haben nämlich ihren Geburtstag gefeiert. Dann kam meine Patentante mit ihrem Mann und am Wochenender Conny´s Eltern und ihr Freund. Vielleicht sagt ihr: „Ja, das hattet ihr viel Besuch!“. Aber ich sag euch, das war noch nicht der ganze Besuch. Am Wochenende kamen auch noch zwei Mädchen dazu, die sich mal

die Gmeinde anschauen wollten. Ja, so langsam wird sich wohl herauskristallisieren, wer hier nächstes Jahr FSJ machen wird.

Meine Godi und ich in Malchow

Wir haben es sehr genossen die Menschen hier haben zu dürfen. Ich habe es sehr schön gefunden mal wieder richtig Zeit mit meiner Patentante und ihrem Mann zu verbringen. Wir sehen uns sonst nur, wenn ich mal bei meiner Familie zu besuch bin. Darum war die Zeit hier mit ihnen sehr wertvoll. Wir hatten tolle Gespräche, haben gemütlich zusammen gefrühstückt und sind Abends weggegangen.

Ich freue mich sehr über Gäste und hoffe später mal ein richtiges Gästezimmer haben zu können, damit ich immer einen Platz hab um Menschen willkommen heißen zu können.

Lg Miri